Das Risiko Schneefall bewertet die Gefährdung durch extreme Schneefälle, die Bauwerke überlasten (Schneelast) und den Betrieb unterbrechen können. Es wird über den jährlichen maximalen täglichen Schneefall (im Wasseräquivalent, SWE) gemessen, dessen statistische Seltenheit über die Wiederkehrperiode geschätzt wird: je seltener das Ereignis, desto höher das Risiko.
Indikator. Jährlicher maximaler täglicher Schneefall, in mm Wasseräquivalent (SWE), ausgedrückt als Wiederkehrperiode.
Daten. CMIP6-Variable prsn (Schneefallfluss, kg m⁻² s⁻¹, umgerechnet in mm/Tag SWE) aus dem Copernicus Climate Data Store (CDS); historische Zeitreihe und Zukunftsprojektionen. Szenarien: SSP1-2.6 / SSP2-4.5 / SSP3-7.0 / SSP5-8.5.
Berechnung.
(1) An die historischen jährlichen Maxima des täglichen Schneefalls wird eine GEV-Verteilung (Generalized Extreme Value) angepasst.
(2) Für jedes Szenario und jedes zukünftige Jahr wird das Multi-Modell-Maximum genommen und dessen Wiederkehrperiode über die Überlebensfunktion der GEV berechnet, begrenzt auf 250 Jahre.
(3) Die Wiederkehrperiode wird in Stufen klassifiziert.
Schwellenwerte → Stufe A–F.
• Wiederkehrperiode < 5 Jahre → A
• 5–20 → B
• 20–50 → C
• 50–100 → D
• 100–250 → E
• ≥ 250 Jahre → F.
Von physisch zu Auswirkung. Die physische Stufe (A–F) wird über die 5×5-Risikomatrix mit der Sensitivität des Produktionsprozesses kombiniert → Auswirkungsstufe; die Schadenskurve wandelt die Stufe in einen Schadensfaktor um, woraus sich der gefährdete Wirtschaftswert ergibt.
Quellen.
• [Copernicus Climate Data Store (CDS)](Copernicus Climate Data Store (CDS))
• [Contrasting responses of mean and extreme snowfall to climate change](Contrasting responses of mean and extreme snowfall to climate change)
• [Projected 21st century snowfall changes over the French Alps and related uncertainties](Projected 21st century snowfall changes over the French Alps and related uncertainties)
• [An Introduction to Statistical Modeling of Extreme Values](An Introduction to Statistical Modeling of Extreme Values).