Der KPI Schutzgebiete analysiert die Ausdehnung und Nähe von formell ausgewiesenen Schutzgebieten in Bezug auf den überwachten Standort. Schutzgebiete sind geographisch definierte Zonen, die zum Schutz der Biodiversität und natürlicher Ökosysteme verwaltet werden. Es werden nur Schutzgebiete innerhalb eines Radius von 25 km von der Standortgrenze berücksichtigt.
Die Nähe zu einem Schutzgebiet ist ein wichtiger ökologischer Indikator: Standorte, die an Schutzgebiete angrenzen oder sich mit ihnen überschneiden, profitieren von ökologischen Korridoren, verringertem anthropogenen Druck und größerer Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel. Dieser KPI stützt sich auf mehrere maßgebliche Datenbanken: Key Biodiversity Areas , Natura 2000 (Europa), CPCAD (Kanada) und PAD-US (USA).
Dies ist ein vektor-/datenbankbasierter KPI — er wird nicht aus Satellitenbildern abgeleitet, sondern aus international anerkannten Schutzgebietsregistern, die jährlich aktualisiert werden.
Der KPI Schutzgebiete kombiniert zwei komplementäre Messungen: einen räumlichen Überlappungsindex und eine entfernungsbasierte Analyse.
Der Gesamtschutzindex wird berechnet als:
wobei Innerer Index = Anteil der Standortfläche, der in ein Schutzgebiet fällt, Äußerer Index = entfernungsgewichteter Score für das Gebiet außerhalb der Standortgrenze
Der Innere Index misst den Anteil der Standort-Pixel mit einem Schutzgebiet-Rasterwert ungleich Null. Der Äußere Index wendet eine lineare Entfernungsabklingfunktion an: je näher ein Schutzgebiet am Standortrand liegt, desto höher ist sein Beitrag.
Auf der Plattform koexistieren zwei Entfernungsmethoden: geodätische Rand-zu-Rand-Messung (kürzester Pfad von der Standortpolygongrenze zum nächsten Punkt jedes Schutzgebietspolygons) und Haversine Zentroid-zu-Bbox-Zentrum (vom Standortzentroid zum Bounding-Box-Zentrum jedes Schutzgebiets, verwendet für die Entfernungsbandanzahl).
Die Daten stammen aus den Natura-2000-, CPCAD- und PAD-US-Datenbanken — alle in EPSG:4326 (WGS84). Es gibt keine feste räumliche Auflösung; die Rasterisierung wird dynamisch pro Standort berechnet.
Kartenebene. Eine interaktive Kartenüberlagerung, die alle Schutzgebiete innerhalb von 25 km um den Standort zeigt, jeweils mit einer einzigartigen Farbe aus einer Regenbogenfarbpalette.
Zweck: Die räumliche Verteilung, Größe und Nähe der Schutzgebiete rund um den Standort zu visualisieren.
Beschreibung: Die Karte zeigt die Standortgrenze und alle überschneidenden oder nahegelegenen Schutzgebiete als farbige Polygone. Jedes Gebiet hat eine einzigartige Farbe zur Unterscheidung. Eine linke Seitenleiste listet alle Gebiete sortiert nach Entfernung (Standard) oder Größe auf. Ein rechtes Panel zeigt zusammenfassende Statistiken. Durch Klicken auf ein Gebiet wird es auf der Karte hervorgehoben und seine Metadatenkarte angezeigt.
Berechnung: Jedes Schutzgebiet innerhalb der 25-km-Bounding-Box wird auf exakte Überschneidung mit dem Standortpolygon geprüft. Überlappende und nahegelegene Gebiete werden mit einem eindeutigen ganzzahligen Identifikator rasterisiert. Randpixel werden mit einer festen Breite von 100 m gezeichnet.
Legende: Jedes Schutzgebiet erhält eine einzigartige Regenbogenfarbe. Es gibt keine feste Farb-Bedeutungs-Zuordnung — Farben dienen nur der visuellen Unterscheidung. Für diese Kartenebene gilt keine A–E-Qualitätsskala.
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Karte einen dichten Cluster farbiger Polygone unmittelbar um die Standortgrenze zeigt, hat der Standort eine hohe Schutzgebietskonnektivität — ein starker Indikator für Biodiversitätswert und ökologische Korridorfunktion.
Ringanzeige. Eine kreisförmige Ringanzeige, die den Gesamtschutzindex von 0 bis 1 anzeigt.
Zweck: In einer einzigen Zahl zusammenzufassen, wie geschützt der Standort und seine unmittelbare Umgebung sind, wobei sowohl Abdeckung als auch Nähe kombiniert werden.
Beschreibung: Die Anzeige zeigt den Gesamtindex (z. B. 0,11) in der Mitte mit der Bezeichnung „Gesamt" darunter. Der Ring ist entsprechend der Qualitätsstufe des Standorts eingefärbt. Unter dem Ring zeigen zwei untergeordnete Karten die Werte für den Inneren (ROI) und Äußeren (CA) Index getrennt an, sodass der Benutzer verstehen kann, wie viel Schutz vom Standort selbst und wie viel von nahegelegenen Gebieten stammt.
0.11Protection Index
Berechnung: Der Gesamtindex ist der Durchschnitt aus dem Inneren Index (Anteil der geschützten Standort-Pixel) und dem Äußeren Index (entfernungsgewichteter Score außerhalb des Standorts). Bereich: 0,00 bis 1,00.
Legende:
| Stufe | Bereich | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| A | 0,75 – 1,00 | ■ #00A67A | Ausgezeichnet — Standort größtenteils oder vollständig in einem Schutzgebiet |
| B | 0,50 – 0,75 | ■ #00DF80 | Gut — starke Überlappung oder sehr enge Nähe |
| C | 0,20 – 0,50 | ■ #FFD21E | Mäßig — teilweise Überlappung oder moderate Nähe |
| D | 0,10 – 0,20 | ■ #FF8B16 | Schlecht — geringe Überlappung, erhebliche Entfernung |
| E | 0,00 – 0,10 | ■ #FF367F | Kritisch — Standort von Schutzgebieten isoliert |
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Anzeige 0,11 zeigt, fällt der Standort in den Bereich D (Schlecht) — es gibt wenig oder keine Überlappung mit einem Schutzgebiet, aber in der Region existieren nahegelegene Gebiete.
Fortschrittsbalken. Ein horizontaler Füllbalken, der den Prozentsatz der Standortfläche anzeigt, die sich direkt in einem Schutzgebiet befindet.
Zweck: Die Frage zu beantworten: „Welcher Anteil der Landfläche meines Standorts ist formell geschützt?"
Beschreibung: Die Balkenbeschriftung zeigt „Abdeckung" mit dem numerischen Wert (z. B. 21,26 %) über dem gefüllten Balken. Der Balken füllt sich von links (0 %) nach rechts (100 %) mit einem smaragdgrünen Farbverlauf.
Abdeckung21.26%
Berechnung: Der Abdeckungsprozentsatz wird als Schnittfläche zwischen dem Standortpolygon und allen Schutzgebietspolygonen, geteilt durch die Gesamtstandortfläche, in Prozent berechnet. Die Berechnung erfolgt in metrischer Projektion (EPSG:3857) für eine genaue Flächenmessung.
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Abdeckung 21,26 % zeigt, befindet sich etwa ein Fünftel der Standortfläche direkt innerhalb eines ausgewiesenen Schutzgebiets — ein bedeutendes Maß an formellem Biodiversitätsschutz.
Mini-Balkendiagramm. Ein horizontales Balkendiagramm, das die Anzahl der Schutzgebiete gruppiert nach Entfernungsband vom Standort zeigt.
Zweck: Zu zeigen, wie die Schutzgebiete über Entfernungsbänder verteilt sind — ob der Standort von nahegelegenen Gebieten umgeben ist oder nur auf Landschaftsebene verbunden ist.
Beschreibung: Vier Zeilen entsprechen den Bändern 0–5 km, 5–10 km, 10–25 km und 25–35 km. Jede Zeile zeigt einen farbigen Balken proportional zur Anzahl und den numerischen Wert rechts.
Gebiete pro Band
Berechnung: Jedes Schutzgebiet wird einem Band basierend auf der Haversine-Entfernung vom Standortzentroid zum Bounding-Box-Zentrum des Schutzgebiets zugeordnet. Die Bänder reichen bis 35 km (etwas über den 25-km-KPI-Radius) für vollständigen Kontext.
Legende:
| Band | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|
| 0–5 km | ■ #00A67A | Unmittelbare Nähe |
| 5–10 km | ■ #00DF80 | Nahe Umgebung |
| 10–25 km | ■ #FFD21E | Landschaftsmaßstab |
| 25–35 km | ■ #FF8B16 | Erweiterter Puffer |
Interpretationsbeispiel:
Wenn 10 Gebiete im Band 0–5 km und 7 im Band 5–10 km liegen, hat der Standort eine starke Landschaftskonnektivität — eine hohe Dichte an Schutzgebieten in seiner unmittelbaren Nachbarschaft.
Detailkarte. Eine Karte, die das nächstgelegene Schutzgebiet nach Rand-zu-Rand-Entfernung hervorhebt.
Zweck: Das einzelne nächstgelegene Schutzgebiet zu identifizieren und seine wichtigsten Attribute auf einen Blick zu zeigen.
Beschreibung: Die Karte zeigt den Namen des Gebiets (z. B. „Parco naturale dell'Adda Nord"), seine Größe in Hektar und die Rand-zu-Rand-Entfernung von der Standortgrenze in Kilometern. Ein bernsteinfarbener Entfernungswert wird prominent angezeigt. Klassifizierungsbadges (NAT2000) zeigen an, in welchen internationalen Registern dieses Gebiet enthalten ist.
Berechnung: Die geodätische Rand-zu-Rand-Entfernung wird von der Standortpolygongrenze zum nächsten Punkt am Schutzgebietspolygon berechnet, dann mit der geodätischen Formel in Meter umgerechnet.
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Karte 0,42 km zum „Parco naturale dell'Adda Nord" (98.504 ha) zeigt, befindet sich der Standort in fußläufiger Entfernung zu einem großen regionalen Naturpark — ein starkes Signal für ökologische Konnektivität.
Verteilungstabelle. Eine tabellarische Aufschlüsselung der Schutzgebiete nach Entfernungsband mit Anzahl, Gesamtfläche und Prozentsatz.
Zweck: Eine quantitative Zusammenfassung der Verteilung der Schutzgebietsabdeckung über Entfernungsbänder zu liefern.
Beschreibung: Die Zeilen entsprechen den Entfernungsbändern (0–5 km, 5–10 km, 10–25 km, 25–35 km, Gesamt). Spalten zeigen: Band, Anzahl Gebiete, Fläche (ha), % des Gesamten. Eine Gesamtzeile am Ende summiert alle Bänder.
Berechnung: Die Bandzuordnung verwendet die Haversine-Methode Zentroid-zu-Bbox-Zentrum. Flächenwerte sind die Summe der gemeldeten Flächen (nicht von 3Bee neu berechnet).
Interpretationsbeispiel:
Wenn das Band 10–25 km 36 Gebiete mit insgesamt 45.000 ha enthält, bedeutet dies, dass der Landschaftskontext um den Standort reich an formellem Schutz ist, auch wenn der Standort selbst nicht direkt in einem Schutzgebiet liegt.
Blasendiagramm. Ein Streu-/Blasendiagramm, das jedes Schutzgebiet als Blase darstellt, positioniert nach Entfernung (x-Achse) und Größe in Hektar (y-Achse), wobei der Blasenradius proportional zur Hektarzahl ist.
Zweck: Die Beziehung zwischen der Entfernung jedes Schutzgebiets vom Standort und seiner Größe aufzuzeigen — ob die nächstgelegenen Gebiete auch die größten sind.
Beschreibung: Die x-Achse stellt die Entfernung in Metern vom Standort zum Schutzgebiet dar. Die y-Achse stellt die Größe des Schutzgebiets in Hektar dar. Jede Blase ist mit dem Hektarwert beschriftet. Beim Überfahren erscheint ein Tooltip mit vollständigem Gebietsnamen und Größe. Das Diagramm befindet sich unter der Registerkarte „Diagramm" im Abschnitt „Biodiversitätssensible Gebiete" der Biodiversitätsbewertung.
Berechnung: Jede Blase entspricht einem Schutzgebiet aus dem Datensatz des Standorts. Die Position wird durch Entfernung und Größe des Gebiets bestimmt. Der Blasenradius skaliert mit den Hektaren.
Interpretationsbeispiel:
Wenn eine große Blase nahe x=0 erscheint, überlappt oder grenzt ein bedeutendes Schutzgebiet an den Standort — eine Kombination aus Größe und Nähe für maximalen ökologischen Nutzen.
Übersichts-Dashboard. Ein Raster aus vier KPI-Metrik-Karten plus zwei Textzeilen und zwei Verteilungstabellen, die den Schutzgebietsdatensatz zusammenfassen.
Zweck: Einen umfassenden numerischen Überblick über den Schutzgebietskontext des Standorts zu geben, ohne auf der Karte navigieren zu müssen.
Beschreibung: Das Dashboard enthält vier Metrik-Karten: Gesamtzahl der Schutzgebiete, Gesamtschutzfläche (ha), Mindestentfernung (km) und Prozentsatz des Standorts in Schutzgebieten (%). Unter den Karten zeigen zwei Textzeilen den Namen des nächsten und des größten Gebiets mit Größenangabe. Zwei Verteilungstabellen folgen: eine nach Entfernungsband (Spalten: Band, Anzahl Gebiete, Fläche ha, % des Gesamten) und eine nach Gebietstyp (Spalten: Typ, Anzahl, ha, %).
Berechnung: Die Kartenwerte werden aus dem Schutzgebietsdatensatz des Standorts abgeleitet. Die Typklassifizierung verwendet Designationscodes: Ramsar-Gebiet, SPA (Vogelschutzrichtlinie), SAC (FFH-Richtlinie), Regionales Naturschutzgebiet, Regionaler Naturpark, Sonstige regionale Schutzgebiete.
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Zusammenfassung 69 Gesamtgebiete, 57.889 ha Gesamtfläche und 0,42 km Mindestentfernung zeigt, befindet sich der Standort in einer biodiversitätsreichen Landschaft mit dichter Schutzgebietsabdeckung.
Datentabelle. Eine paginierte, durchsuchbare Tabelle, die alle Schutzgebiete innerhalb des 25-km-Radius auflistet, eine Zeile pro Gebiet.
Zweck: Vollständige, herunterladbare Details zu jedem mit dem Standort verbundenen Schutzgebiet bereitzustellen.
Beschreibung: Spalten sind: Gebietsname, Fläche (ha), Entfernung (km). Die Tabelle zeigt 6 Zeilen pro Seite mit Seitennavigationssteuerung. Ein Suchfeld filtert Zeilen nach Name. Ein Kopier-Button kopiert die sichtbaren Daten in die Zwischenablage.
Berechnung: Jede Zeile entspricht einem Schutzgebiet aus dem Standortdatensatz. Die Entfernung ist der geodätische Rand-zu-Rand-Wert.
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Tabelle „Parco naturale dell'Adda Nord — 98.504 ha — 0,42 km" als erste Zeile zeigt, ist das nächstgelegene Schutzgebiet ein großer regionaler Park in unmittelbarer Nachbarschaft.
Assessment-Seitenleistenzeile. Eine Zeile in der Bewertungskategorie-Seitenleiste, die die Schutzgebiets-KPI-Stufe für Standort und Kontrolle anzeigt.
Zweck: Einen schnellen Vergleich des Biodiversitätsschutzniveaus des Standorts mit seinem Kontrollgebiet über alle Bewertungsseiten zu ermöglichen.
Beschreibung: Die Zeile ist als „Schutzgebiete" gekennzeichnet und erscheint unter der Kategorie „E4 | Biodiversität" in der Seitenleiste. Zwei farbige Badges zeigen die Qualitätsstufe (A–E) für den Standort (ROI) bzw. das Kontrollgebiet (CA).
Berechnung: Die Stufe wird vom Schutzindex-Wert abgeleitet, unter Verwendung der Qualitätsschwellen: A >= 0,75, B >= 0,50, C >= 0,20, D >= 0,10, E < 0,10.
Legende:
| Stufe | Bereich | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| A | >= 0,75 | ■ #00A67A | Ausgezeichneter Schutz |
| B | >= 0,50 | ■ #00DF80 | Guter Schutz |
| C | >= 0,20 | ■ #FFD21E | Mäßiger Schutz |
| D | >= 0,10 | ■ #FF8B16 | Schwacher Schutz |
| E | < 0,10 | ■ #FF367F | Kritisch — Standort isoliert |
Interpretationsbeispiel:
Wenn das Standort-Badge D und das Kontroll-Badge C zeigt, hat der Standort eine geringere Schutzgebietskonnektivität als die umgebende Landschaft — ein potenzielles Biodiversitätsrisiko, das beobachtet werden sollte.
Highlights-Karte. Eine Übersichtskarte im Highlights-Bereich, die den Schutzindex-Wert des Standorts auf einen Blick zeigt.
Zweck: Den Schutzgebietsstatus auf der Highlights-Hauptseite für einen schnellen standortübergreifenden Vergleich sichtbar zu machen.
Beschreibung: Die Karte zeigt die Bezeichnung „Schutzgebiete" und den Schutzindex-Wert des Standorts. Sie ist eine von mehreren KPI-Karten in der Highlights-Übersicht.
Berechnung: Der angezeigte Wert ist der Gesamtschutzindex (Bereich 0–1).
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Karte 0,62 zeigt, hat der Standort eine gute Schutzgebietskonnektivität, wahrscheinlich aufgrund der Nähe oder teilweisen Überlappung mit einem oder mehreren ausgewiesenen Gebieten.
Highlights-Tabellenzeile. Eine Zeile in der KPI-Vergleichstabelle im Highlights-Bereich, die den Schutzgebiets-Index für den ausgewählten Standort zeigt.
Zweck: Den quantitativen Vergleich des Schutzgebiets-Index zwischen Standorten oder Zeiträumen in tabellarischer Form zu ermöglichen.
Beschreibung: Die Zeile ist als „Schutzgebiets-Index" gekennzeichnet und erscheint in der Tabellenansicht des Highlights-Bereichs. Die Zelle zeigt den numerischen Indexwert.
Berechnung: Der Wert ist der Gesamtschutzindex (Bereich 0–1).
Interpretationsbeispiel:
Wenn die Zeile 0,11 zeigt, hat der Standort eine begrenzte Schutzgebietskonnektivität — Stufe D — die mit anderen Standorten verglichen werden kann, um die Qualität des Landschaftsschutzes zu bewerten.
Highlights-Karte. Eine Schieberkarte im plattformweiten Übersichts-Highlights-Bereich, die zeigt, wie viele Standorte im Portfolio ein Schutzgebiet haben, das ihre Grenze überlappt.
Zweck: Eine portfolioweite Zusammenfassung der Schutzgebietsabdeckung über alle überwachten Standorte zu liefern.
Beschreibung: Die Karte zeigt eine Überschriftenzahl (z. B. „0 Standorte") mit der Bezeichnung „Anzahl der Standorte mit Schutzgebieten im Inneren". Eine zweite Karte zeigt „Anzahl der Standorte mit Schutzgebieten innerhalb von 10 km" (z. B. „3 Standorte").
Berechnung: Standorte werden als „mit Schutzgebiet im Inneren" gezählt, wenn der Abdeckungsprozentsatz des Standorts größer als 0 % ist. Standorte werden als „innerhalb von 10 km" gezählt, wenn die Mindestentfernung zu einem Schutzgebiet 10 km oder weniger beträgt.
Interpretationsbeispiel:
Wenn 3 von 5 Portfolio-Standorten Schutzgebiete innerhalb von 10 km haben, befindet sich das Portfolio weitgehend in einer biodiversitätssensiblen Landschaft, auch wenn kein Standort direkt ein Schutzgebiet überlappt.
| Quelle | Anbieter | Abdeckung | Format | Zeitraum |
|---|---|---|---|---|
| Natura 2000 | Europäische Umweltagentur (EEA) | Europa | Vektor (Polygon) | 2025 |
| Canadian Protected and Conserved Areas Database (CPCAD) | Regierung von Kanada | Kanada | Vektor (Polygon) | 2023 |
| Protected Areas Database of the United States (PAD-US 4.1) | USGS | USA | Vektor (Polygon) | 2025 |
Der Schutzindex kombiniert eine innere und eine äußere Komponente. Der Innere Index wird berechnet, indem das Standortpolygon rasterisiert und der Anteil der Pixel gezählt wird, die in ein Schutzgebiet fallen (Rasterwert ungleich Null geteilt durch die Gesamtzahl der Standort-Pixel). Der Äußere Index wendet eine Entfernungsabklingfunktion auf die umgebende Landschaft an: Vom Standortrand wird eine euklidische Distanztransformation nach außen berechnet, normalisiert auf den maximalen Suchradius (25 km). Schutzgebiete, die näher am Standortrand liegen, tragen stärker bei.
Intern werden zwei Entfernungsmethoden verwendet. Die geodätische Rand-zu-Rand-Messung misst den kürzesten Pfad von der Standortpolygongrenze zum nächsten Punkt jedes Schutzgebietspolygons — verwendet für Entfernungsmetadaten pro Gebiet und die Karte „Nächstes Gebiet". Die Haversine Zentroid-zu-Bbox-Zentrum misst vom Standortzentroid zum Bounding-Box-Zentrum jedes Schutzgebiets — verwendet für Entfernungsbandanzahlen (0–5 km, 5–10 km, 10–25 km, 25–35 km). Die Haversine-Formel verwendet einen Erdradius von 6.371 km. Beide Methoden liefern leicht unterschiedliche Entfernungen für dasselbe Gebiet.
Alle Quellen liegen in EPSG:4326 (WGS84) vor. Es gibt keine feste räumliche Auflösung — die Rasterisierung wird dynamisch pro Standort mit einer auf die maximale Dateigröße kalibrierten Auflösung berechnet. Der Abdeckungsprozentsatz wird anhand der Schnittfläche zwischen dem Standortpolygon und allen Schutzgebietspolygonen in metrischer Projektion (EPSG:3857) berechnet.